TRAVIATA
In Verdis “La Traviata”

Nach der Vorstellung von “Traviata” in der Stuttgarter Oper in neuer Besetzung, schrieb ein Kritiker: “Dass Sylvia Geszty in der Titelrolle würde überzeugen können, war zu erwarten. Und in der Tat: die ungarische Sopranistin verkörperte ihre Violetta mit einer Inbrunst, die bange machen musste – einfach deshalb, weil sie den Opern-Schein zu verbindlicher Wirklichkeit werden ließ. Die strahlende Schönheit der Dame mit lästiger Vergangenheit, die euphorischen Aufschwünge der scheinbar Gesunden gegen Ende des ersten Aktes, die veristischen Offenbarungen im großen Duett des zweiten Aufzugs, das letzte Aufbäumen ihrer Liebe im Schlußbild: Sylvia Geszty gestaltete die einzelnen Lebensstationen der ‘Traviata’ mit jener Wahrhaftigkeit, die der Komponist im Sinn gehabt hatte. Und sie sang ihre Rolle mit einer brillanten Farbigkeit, die ihre Interpretation auf das vorteilhafteste ergänzte.”